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[Rezension] Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

Juli 4, 2012

Infos zum Buch
Autor: Pascal Mercier
Titel: Nachtzug nach Lissabon
Seiten: 495
ISBN: 978-3442738885
Preis: 9,95€ (TB)
Erschienen: April 2006 bei btb (Randomhouse)

Zum Inhalt:
Eines Tages begegnet der Lehrer Raimund Gregorius, der von seinen Schülern Mundus genannt wird, einer Portugiesin. Im Leben des Griechischlehrers geht eigentlich alles seinen geordneten Bahnen, aber diese Begegnung bringt ihn dazu, von dem Gewohnten abzuweichen. Nachdem er in einer Buchhandlung auf das Buch des portugiesischen Autors Amadeu Inácio de Almeida Prado aufmerksam wird, lernt er Portugiesisch und lässt sein altes Leben in Bern zurück, um in Lissabon mehr über den Autor und sein Leben zu erfahren.

Meine Meinung:
Ich habe am Anfang wirklich eine Weile gebraucht, bis ich mit dem Buch warm geworden bin. Den kompletten ersten Teil habe ich sehr langsam gelesen, denn ich finde den Schreibstil von Pascal Mercier nicht gerade einfach zu lesen. Er ist aber wunderschön geschrieben und jeder Satz ist es wert, wirklich gelesen zu werden. Leider sind sie dadurch auch nicht stärker in mein Bewusstsein eingedrungen. Vor allem die Stellen im Buch, in denen das Buch von Prado übersetzt wird, habe ich sehr langsam gelesen. Seine Gedanken zu den verschiedensten Themen fand ich sehr komplex und deshalb nicht gerade leicht zu lesen.

Im Laufe der Geschichte bin ich aber immer mehr gefesselt gewesen von dem Leben des Amadeu Prado. Genau wie Raimund Gregorius wollte ich mehr von dem spannenden Leben des portugiesischen Autors wissen. Es war interessant, gemeinsam mit Gregorius die verschiedensten Leute und Orte zu besuchen, die mit Prado zu tun hatten und immer mehr über ihn zu erfahren.

Die portugiesischen Wörter, die zwischendurch auftauchen, haben mich in meinem Lesefluss leider immer wieder unterbrochen und auch die vielen Personen, die oft auch ähnliche Namen tragen, haben mich manchmal verwirrt. Deshalb bin ich insgesamt mit dem Buch sehr langsam vorangekommen, aber ich finde, dass es allgemein ein langsames Buch ist. Also ein Buch, welches man gar nicht schnell, sondern wirklich schön gemächlich und Wort für Wort, Satz für Satz lesen sollte. So kann sich die Geschichte entfalten und hat mich zumindest ein wenig betroffen zurückgelassen. Gregorius hat für mich eine sehr starke Entwicklung durchgemacht, obwohl er doch schon etwas älter ist und so viel schon erlebt hat. Aber durch das Buch von Prado denkt er auch noch einmal an bisher eigentlich aufgegebene Träume.

Insgesamt denke ich, dass ich meine Erwartungen an das Buch zu hoch angesetzt habe. Für mich war es ein Roman, der zwar wundervolle Sätze hatte, aber schwierig zu lesen war und auch nicht unbedingt lange in meinem Kopf sein wird.

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2 Kommentare leave one →
  1. jos permalink
    Juli 19, 2012 16:00

    Oh, mein Lieblingsbuch =)
    Du hast Recht, es ist wirklich ein Werk, das man langsam lesen muss.
    Ich bin mit keinerlei Erwartungen damals ans Buch gegangen und war zum Schluss absolut begeistert. Aber ich bin auch jemand, der keine grosse Handlung in einem Buch braucht, wenn die Gedanken und Sätze stimmen. Und daher hat mich Mercier umgehauen. Seine übrigen Bücher sind ähnlich, aber für mich kam keines an den Nachtzug ran 🙂

    • Juli 19, 2012 21:39

      Also ich habe mir einfach mit der Sprache echt schwer getan. Aber es war wirklich schön 🙂 Ich lese gerade „Der Schatten des Windes“, beziehungsweise bin fast damit durch. Das gefällt mir persönlich besser, weil ich es spannender finde. Ich brauche schon ein klein wenig Handlung in einem Buch 😉

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