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[Rezension] Jojo Moyes: Ein ganzes halbes Jahr

April 16, 2013

moyes_einganzeshalbesjahrInfos zum Buch
Autor: Jojo Moyes (Übersetzung von: Karolina Fell)
Titel: Ein ganzes halbes Jahr (Originaltitel: Me before you)
Seiten: 512
ISBN: 978-3499267031
Preis: 14,99€ (Paperback), 12,99€ (eBook)
Erschienen: März 2013 bei Rowohlt

Zum Inhalt: 
Lou, die eigentlich Louisa heißt, ist eine vielleicht etwas verrückte, quirlige Person, die noch zu Hause bei ihren Eltern wohnt. Ihr Freund Patrick liebt Sport mehr als sie und als sie ihren Job als Bedienung in einem Café verliert, muss sie im Jobcenter jedes Angebot annehmen, das ihr gemacht wird. Sie gelangt so an eine Stelle als Pflegekraft, bei der sie sich um einen behinderten jungen Mann kümmern soll.

Will sitzt durch einen Unfall seit zwei Jahren im Rollstuhl und ist durch seine Situation nicht gerade ein lustiger und umgänglicher Mensch. Vor dem Unfall war er sehr abenteuerlustig und hat das Leben genossen, doch seit er im Rollstuhl sitzt, ist nichts mehr wie es vorher war.

Meine Meinung: 
Ich kann aus privaten Gründen die Situation von Will sehr gut nachempfinden und kann andererseits auch Lou verstehen, die anfangs ziemlich unsicher im Umgang mit Will ist. Erst weiß sie gar nicht, wie sie mit Will sprechen soll oder sich in seiner Nähe verhalten soll, aber mit der Zeit entsteht zwischen den beiden ein vertrautes Verhältnis. Dass Lou überhaupt zu dem Job als Pflegekraft gekommen ist, liegt daran, dass sie eine Arbeit braucht, nachdem das Café, in dem sie jahrelang gearbeitet hat, geschlossen wurde. Sie selbst hätte wahrscheinlich einfach weiter in dem Café gearbeitet. Somit ist das nun ihre Chance, ihr Leben selbst neu zu ordnen.

Ihr Freund Patrick, mit dem sie auch schon ewig zusammen ist, interessiert sich fast nur noch für Marathon und Triathlon oder allgemein einfach Sport. Sie lebt zu Hause im Schatten ihrer jüngeren Schwester Katrina, die superintelligent ist. Lou ist 26 Jahre alt und hat eigentlich in ihrem Leben nicht besonders viel erlebt oder erreicht, aber sie ist zufrieden mit ihrer Situation, bis sie Will kennenlernt. Durch ihn lernt sie die Welt erst richtig schätzen. Vor seinem Unfall hat Will viel unternommen und erlebt. Ihm macht die Situation besonders deshalb so zu schaffen, da er nun vollkommen auf Andere angewiesen ist.

Die Personen werden von Jojo Moyes wunderbar beschrieben. Jeder Mensch hat seinen ganz eigenen Charakter und mir war Lou von Anfang an sympathisch, weil sie eine ganz besondere Art hat, ihr eigenes Leben so hinzunehmen, wie es ist. Andere Personen, wie Wills Eltern, waren mir eigentlich erst ziemlich fremd, im Laufe der Geschichte bin ich ihnen aber dann näher gekommen, auch weil zwischendurch je ein Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben ist. Ich mag die Art von Jojo Moyes, die Geschichte zu erzählen. Hauptsächlich wird sie aus der Sicht von Lou geschildert, allerdings gibt es einzelne Kapitel, die aus der Sicht von Personen sind, die in ihrem Umfeld leben. Da das Buch wirklich überall nur positiv bewertet wurde, hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an das Buch. Doch sie wurden eigentlich alle erfüllt. Das einzige, was mich beim Lesen gestört hat, war der Zeitaspekt. Da können ein paar Tage dann mal ganz schnell länger erscheinen und ich war zwischendurch etwas verwirrt, welcher Zeitraum jetzt genau beschrieben wird.

Die Geschichte von Lou & Will lässt einen das eigene Leben aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Es ist eine Geschichte, die Mut macht, neue Erfahrungen erleben zu wollen und allem gegenüber offen zu sein. Auch wenn es insgesamt von dem traurigen Thema überschattet wird, ist es trotzdem kein trauriges Buch.

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