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[Rezension] Lucy Dillon: Das kleine große Glück

September 13, 2015

Das kleine grosse Glueck von Lucy Dillon

Infos zum Buch
Autor: Lucy Dillon (Übersetzung von: Claudia Franz)
Titel: Das kleine große Glück (Originaltitel: A hundred pieces of me)
Seiten: 544
ISBN: 9783442482177
Preis: 8,99€ (TB)
Erschienen: Dezember 2014 bei Goldmann

Zum Inhalt: 
Gina, die eigentlich Georgina heißt, startet einen Neuanfang. Ihr Ehemann Stuart hat eine Affäre und die beiden lassen sich scheiden. Während Stuart sein neues Leben gemeinsam mit seiner Freundin Bryony beginnt, muss sich Gina ihrem neuen Single-Dasein stellen. Sie hat harte Zeiten hinter sich, denn sie war lange Zeit krank und ihr Mann hat sie währenddessen immer unterstützt. Nun steht sie ohne ihn da und ist gezwungen, ein ganz neues Leben anzufangen. Bei ihrem Auszug aus dem gemeinsamen Haus mit Stuart stellt sie fest, dass sie eine Menge Dinge besitzt, die sie eigentlich gar nicht braucht und auch nicht in ihrer neuen, kleineren Wohnung Platz haben. Sie beschließt, dass sie in ihrem zukünftigen Leben (neben alltäglichen Dingen wie den wichtigsten Kleidungsstücken oder Lebensmittel) nur 100 Gegenstände braucht und mistet gnadenlos aus. Alles, was sie nicht mehr benötigt oder aus bestimmten, persönlichen Gründen behalten will, möchte sie verschenken, verkaufen, spenden oder wegwerfen. Doch jeder Gegenstand ist mit vielen Erinnerungen verbunden und so macht sich Gina viele Gedanken um ihr früheres Leben und was für sie im Leben wirklich wichtig ist.

 

Meine Meinung: 
Der Titel verspricht es schon: Das Buch beschreibt das kleine große Glück. Und zwar das kleine große Glück des Lebens. Ich musste beim Lesen oft über mein eigenes Leben nachdenken und habe mir viele Gedanken gemacht, was wohl zu meinen wichtigsten Gegenständen gehören würde, wenn ich mich auf 100 Dinge beschränken würde. Ich tue mir eigentlich sehr schwer damit, etwas wegzuwerfen oder wegzugeben. Man kann ja doch alles irgendwann mal wieder brauchen. Oder vielleicht nicht? Auch ich habe schon Dinge bei Umzügen mitgenommen, die seit dem letzten Umzug ungenutzt in einer Kiste vor sich hin gammelten und die ich seit dem letzten Umzug nicht einmal in der Hand hatte…

Mir hat es sehr gefallen, dass jedem Kapitel ein bestimmter Gegenstand vorangestellt war, um den es bei diesem Kapitel gehen wird. Außerdem gab es am Anfang eines Kapitels immer eine Rückblende in die Vergangenheit von Gina, in denen es zwar eigentlich um ihre verflossenen Männer ging, die aber trotzdem eher beschrieben haben, wie Gina war und sie zu der Frau gemacht hat, die sie nun ist. Der Übergang in die Gegenwart kam für mich manchmal etwas überraschend und ich musste mich etwas orientieren, aber ich habe eigentlich immer schnell wieder in die Geschichte hineingefunden. Dieser Stil hat mir wirklich sehr gut gefallen! Ich mag es, in Rückblenden mehr über die Personen zu erfahren. Viele Situationen und Elemente wurden zwar sehr ausführlich beschrieben, was ich eigentlich gar nicht so gerne mag, aber hier hat der Detailreichtum sehr gut gepasst.

Mir persönlich war Gina das ganze Buch hindurch sympathisch, obwohl sie sich manchmal ganz anders verhalten hat, wie ich es mir gewünscht beziehungsweise wie ich es erwartet hätte. Ich habe mich aber dennoch mit ihr verbunden gefühlt und konnte eigentlich fast die ganze Zeit nachvollziehen, warum sie so handelt, wie sie handelt. Eigentlich bewundere ich sie, dass sie ihr Projekt Entrümpelung durchzieht. Ich lese oft von Projekten, in denen jemand sein Leben ausmistet und möchte eigentlich am liebsten auch so ein Projekt starten. Aber ich schiebe es trotzdem immer wieder auf. Vielleicht schaffe ich es ja doch einmal, eine solche Entrümpelung in meinem Leben durchzuführen.

Die ganze Geschichte hat eine ruhige, leichte Atmosphäre und genau das passt zu Gina und ihrem Leben. Als Leser bekommt man nach und nach immer mehr Informationen über sie und wie sie zu der Frau geworden ist, die sie nun ist. Und auch wenn das Buch insgesamt doch ein wenig vorhersehbar war, hatte es für mich genau die richtige Zusammensetzung von Neuanfang, verflossener Liebe, Freundschaft und Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben. Dass es mich selbst dazu gebracht hat, stärker über mein Leben nachzudenken und darüber, was wirklich wichtig ist im Leben, finde ich sehr gut! Es ist ein wunderbares Buch, wenn man sich auch ein mal mit seinem eigenen Leben befassen will.

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