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[Rezension] Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit

März 25, 2016

Infos zum Buch
Autor: Benedict Wells
Titel: Vom Ende der Einsamkeit
Seiten: 368
ISBN: 9783257069587
Preis: 22,00€ (Hardcover)
Erschienen: März 2016 bei Diogenes

Zum Inhalt:
Jules und seine beiden Geschwister Marty und Liz verlieren ihre Eltern bei einem Unfall. Die Kinder kommen in ein Internat und gehen alle ganz unterschiedlich mit dem Verlust um. Eigentlich sollte man meinen, dass es die Drei zusammenschweißt, doch irgendwie entfernen sie sich voneinander. Besonders Jules wird von einem unbeschwerten Jungen nun eher zum Einzelgänger und freundet sich im Internat nur mit der geheimnisvollen Alva an.

Nach der Schulzeit leben beide ihr eigenes Leben, doch nach Jahren treffen sie sich wieder und es ist, wie wenn die Vergangenheit sie wieder einholt.

Meine Meinung:
Mit Anfang 30 schreibt Benedict Wells in einer wundervollen Sprache, die ich von einem so jungen Autor nicht erwartet hätte. Im Grunde ist es ein trauriges Thema, welches in dem Buch verarbeitet wird, denn es geht um Einsamkeit, Verlust und Alleinesein. Doch Benedict Wells schreibt auch über Zusammenhalt, Familie und das Leben an sich und das alles mit wirklich wunderschönen Worten.

Ich kenne den Tod schon lange, doch nun kennt der Tod auch mich.

Dieser erste Satz beinhaltet so viel. Das Buch beginnt in der Gegenwart, springt aber immer wieder in die Vergangenheit und erzählt von der Kindheit von Jules und seinen Geschwistern. Auch später werden in Erinnerungen immer wieder viele Details aus der Vergangenheit bekannt.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Jules erzählt. Im Internat schließt er Freundschaft mit Alva und verliebt sich auch in sie, doch die beiden verlieren sich nach der Schule aus den Augen. Erst nach einigen Jahren treffen sie wieder aufeinander. Alva ist inzwischen verheiratet und führt ein Leben, von dem Jules sich träumt, es wäre sein Leben. Mit Alva.

In diesem Buch gibt es keine normale Familie. Die drei Geschwister gehen alle ganz anders mit dem Verlust ihrer Eltern um und entwickeln sich ganz unterschiedlich. Während Marty ein etwas sonderbarer Kerl ist, der gerne alles unter Kontrolle hat, ist Liz sehr extrovertiert und legt sich nicht gerne fest. Jules entwickelt sich von einem selbstbewussten Jungen im Internat eher zu einem träumerischen Einzelgänger, als Leser begleitet man ihn in seiner Entwicklung aber das gesamte Buch über. Ich fand alle Personen im Buch interessant und auch wenn manche Personen ein wenig seltsam waren, bin ich mit allen „warm geworden“ und konnte mich in sie hineinversetzen.

Insgesamt fällt es mir nicht leicht, die richtigen Worte zu finden, um dieses Buch zu beschreiben. Auch weil Benedict Wells eine so schöne Sprache hat und ich sie durch meine Worte nicht kaputt machen möchte. Es ist einfach ein wunderschöner Roman, der sich viel mit Einsamkeit auseinandersetzt und eine ganz besondere (Familien-)Geschichte erzählt.

Wer sich den Anfang des Buchs von Benedict Wells selber vorlesen lassen möchte, der kann sich hier die Lesung, seine erste aus diesem Buch, bei LovelyBooks anschauen. Außerdem erzählt Benedict Wells noch einiges zum Buch und er ist einfach ein wahnsinnig sympathischer Autor!

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Andere Blogger-Stimmen zu diesem Buch:

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2 Kommentare leave one →
  1. März 27, 2016 11:06

    Hallo 🙂

    wie schön, dass unsere Meinungen sich so ähnlich sind.
    Vielen Dank, für die Verlinkung!

    Frohe Ostern und liebe Grüße,
    Ramona

  2. März 28, 2016 12:43

    Huhu,

    herzlichen Dank für die Verlinkung. Das erwähnte Zitat ging auch mir durch und durch. Wells Roman ist einfach so toll, dass ich ihn am liebsten direkt noch einmal lesen würde. Mittlerweile habe ich auch „Fast genial“ gelesen. „Vom Ende der Einsamkeit“ war nämlich mein erster Roman.

    Hab noch einen schönen Ostermontag,

    Steffi

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