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[Rezension] Matt Haig: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

Mai 17, 2016

Infos zum Buch
Autor: Matt Haig (Übersetzung von: Sophie Zeitz)
Titel: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben (Originaltitel: Reasons to stay Alive)
Seiten: 304
ISBN: 9783423280716
Preis: 18,90€ (Hardcover)
Erschienen: März 2016 bei dtv

Zum Inhalt:
Eigentlich sollte es dieses Buch gar nicht geben, denn der Autor Matt Haig erkrankt mit gerade einmal 24 Jahren an einer schweren Depression. Es ist eine Krankheit, über die vor einiger Zeit noch nicht einmal gesprochen wurde.

Matt Haig beschreibt in diesem Buch, wie er erkrankt ist und wie er seine Krankheit erlebt, was ihm hilft und was ziemlich gute Gründe sind, am Leben zu bleiben. Es ist ein lebensbejahendes Buch, das diese Krankheit ehrlich und schonungslos darstellt.

»Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.« Matt Haig

Hier ist der Buchtrailer, der schon sehr gut zeigt, wie dieses Buch ist:

Meine Meinung:
Dieses Buch ist kein Roman. Es ist aber auch kein Sachbuch. Es ist mehr eine reale Geschichte, die einen Einblick auf das Leben eines Menschen gibt, der an Depression erkrankt ist. Dieses Buch ist das persönlichste Buch von Matt Haig, denn er beschreibt hier seine dunkelsten Momente im Leben.

„Man muss den Schrecken des Lebens spüren, um auch seine Wunder zu spüren.“
S. 264

Aufgebaut ist das Buch in fünf Abschnitte, nämlich Fallen, Landen, Aufstehen, Leben und Sein. Innerhalb dieser Abschnitte gibt es kurze Kapitel, die nicht unbedingt zusammenhängend eine Geschichte erzählen, sondern hauptsächlich Matt Haig in seinem Leben begleiten.
Es beginnt alles mit seinem Zusammenbruch, dann folgt eine schlimme Phase für den Autor und schließlich geht es darum, was das Leben lebenswert macht. Matt Haig beschreibt seine Krankheit auf eine sachliche Art und Weise, aber er gibt auch Hinweise, was ihm in schlechten Zeiten hilft und wie er es geschafft hat, mit dieser Krankheit zu leben.

Unterbrochen werden die kurzen Kapitel immer wieder von Aufzählungen und Listen, es gibt beispielsweise eine Reihe von prominenten Leuten, die ebenfalls an Depression leiden, Dinge, die Matt Haig gut tun und Dinge, die ihm nicht gut tun, viele #reasonstostayalive von verschiedenen Leuten und so weiter. Dieser Aufbau des Buches, also die kurzen Kapitel, die sachliche und auch mal nicht so sachliche Darstellung der Krankheit und die vielen Listen haben für mich fast die Krankheit selbst dargestellt.

„Ich glaube, wenn wir genau hinhören, bietet das Leben immer Gründe, nicht zu sterben.“
S. 25

Ich fand dieses Buch extrem beeindruckend und kann die Krankheit Depression nun auch viel besser verstehen. Jeder Mensch hat einmal schlechtere Tage, an denen wirklich alles zusammenkommt oder eine schlimme Phase, aber deshalb hat nicht gleich jeder eine Depression. Matt Haig beschreibt in seinem Buch, wie sich eine echte Depression von der normalen, gedrückten Stimmung beziehungsweise Traurigkeit unterscheidet.
Vor allem geht er auch darauf ein, dass sich Depression bei jedem Menschen anders auswirkt und dies eben seine Art ist, mit der Krankheit umzugehen. Matt Haig sagt in diesem Interview selbst, dass er hofft, dass sein Buch über Depression nicht deprimierend ist. Ich fand das Buch jedenfalls nicht deprimierend, sondern sogar aufbauend.

Dieses Buch war wirklich großartig. Ich habe viel für mich selbst mitgenommen, kann jetzt meine eigene Traurigkeit besser verstehen und ich habe sehr viel über die Krankheit Depression erfahren.

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